Brandschutzerziehung im Kinderhort

Im Ernstfall richtig handeln können

Vom Feuer gehen Gefahren aus, die Kinder noch nicht richtig einschätzen können. Deshalb müssen Kinder regelmäßig über das Risiko rund um das Thema Feuer unterrichtet werden. Dies machte die Freiwillige Feuerwehr jüngst im Caritas Kinderhort im Bildungszentrum. Kommandant Hans Stumpf und die Feuerwehrfrau Kerstin Haderdauer besprachen mit den Kindern mögliche Gefahren im Umgang mit Feuer. Wobei zum Beispiel bei einem Zimmerbrand nicht die größte Gefahr vom Feuer ausgeht, sondern vom Rauch. Schon wenige Atemzüge können tödlich wirken. Deshalb wurde auch besprochen, über welche Wege im Brandfall das Gebäude verlassen werden soll.

Ein weiteres wichtiges Thema war das Absetzen eines Notrufes. Nicht nur im Brandfall, sondern auch bei Unfällen und plötzlichen Erkrankungen kann nur geholfen werden, wenn ein Notruf richtig erfolgt. Gemeinsam mit den Kindern wurde herausgearbeitet, welche Informationen nötig sind. Da wäre beispielsweise die genaue Adresse und eine Schilderung der Lage. Besonders wichtig ist, dass erst aufgelegt wird, wenn der Leitstellendisponent alle Daten erfasst hat.

Den Kindern wurde auch ganz praktisch aufgezeigt, wohin Anrufe mit der Nummer 112 führen. Im Rahmen der Schulung durften die Kinder auch einen „echten“ Notruf bei der Leitstelle tätigen, um ihnen für den Ernstfall auch ein Stück weit die Angst zu nehmen. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass mutwillige Fehlalarmierungen strafbar sind.

Mit was die Feuerwehr kommt, wenn es tatsächlich brennt, dass zeigte Stefan Mähringer anhand des Hilfesleistungs- und Löschfahrzeuges (HLF) der Wallenfelser Wehr. Die Hortkinder durften verschiedene Ausrüstungsgegenstände auch selber mal in die Hand nehmen und sich wie (kleine) Feuerwehrleute fühlen. Bleibt zu hoffen, dass alle von einem Notfall verschont bleiben. Sollten sie dennoch mal Feuerwehr oder Rettungsdienst brauchen, wissen sie wo anzurufen ist!